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Theateraufführung im Rahmen der GfÖ Tagung


Datum: Mittwoch der 11.09.2024
Zeit: 20:00 Uhr
Ort: ZHG, TUM Freising

Der Zirkus der Bäume

Über die zukünftige Rolle der Bäume in der Stadt
Regie: Frank M. Raddatz
Text von Frank M. Raddatz und Somidh Saha
Eine Aufführung des Theaters des Anthropozäns



Stadtbäume spielen eine entscheidende Rolle für die künftige Entwicklung der Städte. Nur eine ausreichende Anzahl gesunder Bäume kann die steigenden Temperaturen in den Städten regulieren - dann aber bis zu vier Grad. Doch nur Bäume, die ein bestimmtes Alter erreicht haben und mit ausreichend Wasser versorgt werden, können die Gesundheit und Lebensqualität der menschlichen und nicht-menschlichen Stadtbewohner schützen. Stadtbäume spielen in der urbanen Zukunftsplanung eine Schlüsselrolle, da sie Kühlung, Feuchtigkeit und Schatten spenden, zahlreiche Ökosystemdienstleistungen erbringen und zudem Hotspots der biologischen Vielfalt sind. Sie bilden einen unverzichtbaren Lebensraum für unzählige Lebewesen, Mikroorganismen, Insekten und Vögel.

Mit Schauspiel, Puppenspielern, Gesang und Musik, wissenschaftlichen Beiträgen und Videoclips präsentiert Der Zirkus der Bäume ein facettenreiches Programm über die Akteure, die den Schlüssel zur Zukunft der Städte in ihren Händen oder Ästen halten. Das Theater des Anthropozän (www.theaterdesanthropozaen.de) wurde 2019 an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft im Kontext der Humboldt-Universität zu Berlin gegründet. Seitdem spielt diese Bühne mit internationalen Schauspielern verschiedenste ökologische Themen, vor allem auf Bühnen im deutschsprachigen Raum.

Der Zirkus der Bäume ist das erste Stück der Karlsruher Trilogie, die das Theater des Anthropozäns derzeit gemeinsam mit dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) entwickelt, einer weltweit führenden Einrichtung der Technikfolgenabschätzung (TA) innerhalb der Forschungsuniversität Karlsruher Institut für Technologie (KIT) (https://www.itas.kit.edu/english/index.php). Das Stück bildet den Auftakt einer dreiteiligen Serie von ökologischem und techno-reflexivem Wissenschaftstheater an den Schnittstellen von TA-Forschung, Kunst und Gesellschaft. KIT-ITAS-Forschung entsteht aus Dialogen auf Augenhöhe mit der Gesellschaft. Zugleich berät und forscht KIT-ITAS im Auftrag des Deutschen Bundestages und anderer politischer Institutionen. Die Forschung von KIT-ITAS ist problemorientiert und berücksichtigt Wahrnehmungen, Wünsche und Sorgen zahlreicher gesellschaftlicher Akteure, zum Beispiel im Hinblick auf Umweltprobleme oder die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft. Die Orientierung am Ziel der nachhaltigen Entwicklung ist für alle Aktivitäten des Instituts maßgeblich.

Mit ihrer Kooperation wollen das Theater des Anthropozäns und KIT-ITAS ökologisches und technoreflexives Wissenschaftstheater als Mittel nutzen, um technologische Entwicklungen besser mit gesellschaftlichen Bedürfnissen in Einklang zu bringen und individuelle und kollektive Lernprozesse über die Beziehungen zwischen Menschen, anderen Lebewesen und unserer zunehmend technisierten Umwelt ermöglichen.